Meditation

Das dritte Praxiselement von Acro Yoga

Überblick

Meditation ist das dritte Praxiselement, das wir im Center Of Gravity auslegen als Selbsterforschung, so wie es von Gautama, dem Buddha, empfohlen wurde, um Nibbana zu erreichen.

Zusammen mit der Gemeinschaftsakrobatik und natürlich auch Listen & Fly praktizieren wir dann den Edlen Achtfachen Pfad, den Buddha als Weg zur Erleuchtung anbot — zusammengefasst als vollständige Entwicklung von Sila, Samadhi und Panna, Begriffe, die dir hier schon öfter begegnet sind.

Wie geht das? Nun, in gemütlicher Runde werden wir ein paar Minuten ruhig und prüfen einige der zentralen von Gautama dem Buddha gemachten Behauptungen durch aufmerksames Betrachten der eigenen körperlichen und geistigen Prozesse. Das erste Etappenziel ist »Purification of the mind«, d.h. einen klaren Verstand zu entwickeln, mit dem es möglich wird, die Dinge zunehmend so zu sehen, wie sie sind — immer weniger verfärbt durch die eigene Persönlichkeit.

Wie geht das noch genauer? Mit Konzentration auf die Vorgänge

  • im Körper
  • in Empfindungen
  • im Geist und
  • in Geistesinhalten

können Stück für Stück die immer präsenten grundlegenden Charakteristika menschlichen Treibens selbst wiederentdeckt werden, die Buddha vor 2500 Jahren durch Selbstbetrachtung fand: AniccaAnatta, und Dukkha.

Das Verständnis bzw. die Einsicht, die — mit wachsender Beharrlichkeit, Geduld, Überzeugung und Erkenntnisfähigkeit — aus dieser Selbstbetrachtung folgt, ist Gemäß Buddha der direkte Weg zu Nibbana bzw. in den Worten des Patanjali: Yoga.

Kurz: wir finden auf dem Weg, den Buddha gegangen ist, das heraus, was Buddha herausgefunden hat, und kommen vielleicht da raus, wo Buddha rausgekommen ist. Das ist der Plan!

Wenn du hierzu mehr wissen willst oder dies mit nachvollziehbaren Zweifeln liest, dann schau dir die Entstehung von Acro Yoga an, in der wir dir mehr Hintergrundinformationen liefern, warum wir Acro Yoga genau so konzipiert haben.

Level

Level 0

Du lernst Ana Pana Sati, eine Übung, bei der du die körperlichen und geistigen Vorgänge in einer kleinen Region unterhalb der Nase beobachtest und schlau analysierst. Du lernst außerdem die Sechs Sinnestore kennen (das sind die Tore zu den fünf Sinnen, die du schon kennst plus zu Gedanken) und schaust dir an, wie diese funktionieren. Das geschieht in Meditationen über 5 bis 10 Minuten.

Level 1

Du bettest deine Erfahrungen ein in den Kontext einiger Begriffe und Zusammenhänge, die Buddha immer wieder betont hat: Die Kette des bedingten Enstehens, die 37 Erleuchtungsfaktoren, die Vier Edlen Wahrheiten, die Fünf Aggregate u.a.

Du sitzt bis zu 30 Minuten in Meditation, um alles in Zusammenhang zu bringen, nachzuvollziehen und auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Du erlangst so mit der Zeit eine erste unverstellte Sicht auf die klare Trennung von Körperlichem und geistigen Prozessen (nama-rupa) und erkennst immer klarer, dass darüber hinaus nichts gefunden werden kann.

Level 2

Du entwickelst, gestützt von den auf Level 1 erlangten Einsichten, eine mit der Zeit tiefer werdende Überzeugung in die immer präsenten Charakteristika aller durch die Sinne erlebbaren Dinge: Dukkha, Anatta und Anicca. Diese wachsende Überzeugung nutzt du als Schlüssel, Anhaftungen Stück für Stück aufzulösen.

Zwei Perspektiven

Die weltliche Lesart

Meditation hat, auch wenn sich das viele wünschen, keinen anderen Zweck, als dich auf jenem Weg zu unterstützen, der zu Yoga (Einheit) bzw. Nibbana führt. Der Zweck ist also rein »spirituell«, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Dennoch musst du diesem Anspruch nicht folgen, ja, es wäre töricht, diesem zu folgen, solange du dich nicht von dem Wert überzeugt hast.

Das Dilemma: Diese Überzeugung muss solange unmöglich bleiben, bis du nicht etwas von Yoga und Nibbana geschmeckt hast. Und das ist sowieso für uns Normalmenschen nicht möglich, da wir es ja nicht erleben können. Was ggf. bleibt: Du spürst vielleicht eine tiefe, unerklärliche Sehnsucht nach etwas, was du nicht greifen kannst, nach einem Zuhause, das jenseits dessen liegt, was man so als Zuhause bezeichnet. Und das kann man als rational denkender Mensch durchaus als Unfug oder Hirngespinste verwerfen bzw. einordnen als Tinnef.

Für dich, der du das aus gutem Grund verwirfst, bleiben andere Eigenschaften von Meditation übrig, die dir in deinem Alltag von Nutzen sind: gesteigerte Konzentrationsfähigkeit, zunehmende Gelassenheit, all das, was man so über den Nutzen von Meditation in den einschlägigen Medienformaten liest und hört und sieht.

Die spirituelle Lesart

Meditation ist das zentrale Hilfsmittel auf dem Weg zu Yoga bzw. zu Nibbana. Die Worte des Buddha bieten einen guten, erprobten Leitfaden, dem wir im Center Of Gravity nach bestem Wissen und Gewissen folgen.

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Noch Mehr zu Acro Yoga?

Lies jetzt mehr darüber, wie und warum Acro Yoga entstanden ist. Hier informierst du dich auch über die Bedeutung der Fremdwörter und deren Zusammenhang im Kontext von Yoga und den Lehrreden des Buddha.